70-341-deutsch

Document technical information

Format pdf
Size 128.9 kB
First found Mar 14, 2018

Document content analysis

Category Also themed
Language
German
Type
not defined
Concepts
no text concepts found

Persons

Organizations

Places

Transcript

Prüfungsnummer: 70-341-deutsch
Prüfungsname: Core Solutions of
Microsoft Exchange Server 2013
Version: Demo
http://www.it-pruefungen.de/
1.Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Exchange Server 2013 Organisation. Die Exchange
Organisation enthält zwei Server mit den Namen Ex1 und Ex2. Die beiden Server sind
Mitglied einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe (DAG) mit dem Namen DAG1.
Ex1 und Ex2 hosten jeweils eine Kopie einer Postfachdatenbank mit dem Namen DB1.
DB1 ist so konfiguriert, dass gelöschte Elemente für 120 Tage aufbewahrt werden.
Am Ende jedes Monats werden die Postfachdatenbanken von Ex1 auf Band gesichert.
Die monatlichen Sicherungen werden dann für zwei Jahre aufbewahrt.
Ein Mitarbeiter mit dem Namen Tom hat ein Postfach, das in DB1 enthalten ist. Tom stellt
fest, dass vor mehr als sechs Monaten ein Ordner, der wichtige Nachrichten enthielt,
gelöscht wurde.
Sie müssen den gelöschten Postfachordner wiederherstellen. Die Arbeit anderer Benutzer,
die ihre Postfächer in DB1 gespeichert haben, darf durch Ihr Vorgehen nicht beeinträchtigt
werden.
Welche drei Schritte führen Sie durch?
(Jede korrekte Antwort stellt einen Teil der Lösung dar. Wählen Sie drei Antworten.)
A.Führen Sie das Cmdlet New-MailboxRestoreRequest aus.
B.Führen Sie das Cmdlet New-MailboxDatabase mit dem Parameter Recovery aus.
C.Stellen Sie DB1 aus der Bandsicherung an einen alternativen Speicherort wieder her.
D.Stellen Sie DB1 aus der Bandsicherung an ihren ursprünglichen Speicherort wieder her.
E.Führen Sie das Cmdlet New-Mailbox mit dem Parameter Recovery aus.
Korrekte Antwort: A, B, C
Erläuterungen:
Um Beeinträchtigungen anderer Benutzer beim Zugriff auf ihre Postfächer zu vermeiden,
können
wir
die
Postfachdatenbank
aus
einer
Sicherung
in
eine
Wiederherstellungsdatenbank zurücksichern.
Eine Wiederherstellungsdatenbank ist eine spezielle Art von Postfachdatenbank, mit der
Sie eine wiederhergestellte Postfachdatenbank einbinden und im Rahmen einer
Wiederherstellung Daten aus der wiederhergestellten Datenbank extrahieren können.
Mithilfe des Cmdlets New-MailboxRestoreRequest können Sie Daten aus einer
Wiederherstellungsdatenbank extrahieren. Anschließend können die Daten in einen
Ordner exportiert oder mit einem vorhandenen Postfach zusammengeführt werden. Durch
Wiederherstellungsdatenbanken können Sie Daten aus einer Sicherung oder Kopie einer
Datenbank wiederherstellen, ohne den Benutzerzugriff auf aktuelle Daten zu
beeinträchtigen.
Microsoft Exchange Server 2013 unterstützt die Möglichkeit, Daten direkt in einer
Wiederherstellungsdatenbank wiederherzustellen. Das Einbinden der wiederhergestellten
Daten in Form einer Wiederherstellungsdatenbank ermöglicht es dem Administrator,
einzelne Postfächer oder einzelne Elemente in einem Postfach wiederherzustellen. Es
gibt zwei Möglichkeiten, um Daten in einer Wiederherstellungsdatenbank
wiederherzustellen:
Wenn eine Wiederherstellungsdatenbank bereits vorhanden ist, kann die Anwendung die
Einbindung der Datenbank aufheben, die Daten in den Wiederherstellungsdatenbankund Protokolldateien wiederherstellen und die Datenbank anschließend erneut einbinden.
Die Datenbank- und Protokolldateien können in einem beliebigen Speicherort
wiederhergestellt werden. Exchange analysiert die wiederhergestellten Daten und spielt
die Transaktionsprotokolle erneut ab, um die Datenbanken zu aktualisieren. Anschließend
kann eine Wiederherstellungsdatenbank so konfiguriert werden, dass sie auf die bereits
wiederhergestellten Datenbankdateien verweist.
2. Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Exchange Server 2010 Organisation. Alle Benutzer
verwenden Microsoft Outlook 2013 oder Outlook Web App für den Zugriff auf ihre
Postfächer. Alle Clientverbindungen mit Exchange Server verwenden den Namen
mail.it-pruefungen.de.
Sie installieren Exchange Server 2013 in Ihrer Exchange Organisation. Anschließend
verschieben Sie alle Benutzer auf Exchange Server 2013 Computer und nehmen die
Exchange Server 2010 Computer außer Betrieb.
Die Benutzer berichten, dass ihnen beim Öffnen von Outlook 2013 eine Zertifikatwarnung
angezeigt wird. Beim Öffnen von Outlook Web App erhalten die Benutzer keine
Zertifikatwarnung.
Sie müssen verhindern, dass den Benutzern beim Öffnen von Outlook 2013 eine
Zertifikatwarnung angezeigt wird.
Welches Cmdlet verwenden Sie?
A.Set-ClientAccessServer
B.New-ExchangeCertficate
C.New-ClientAccessArray
D.Import-ExchangeCertificate
Korrekte Antwort: A
Erläuterungen:
Die Zertifikatwarnung wird durch den AutoErmittlungsdienst verursacht. Outlook 2013
verwendet den Domänennamenanteil der SMTP-Adresse des Benutzers für
DNS-Abfragen. Im konkreten Fall lautet das SMTP-Suffix it-pruefungen.de und der
AutoErmittlungsdienst
verwendet
den
URL
https://it-pruefungen.de/autodiscover/autodiscover.xml
für
den
Abruf
von
Konfigurationseinstellungen.
Da das Webserverzertifikat standardmäßig auf den vollqualifizierten Namen des
Hostservers ausgestellt ist, kommt es durch die Abweichung zu einem Vertrauensfehler.
Mit dem folgenden beispielhaften Aufruf, kann der Dienstendpunkt des
AutoErmittlungsdienst abgeändert werden:
Set-ClientAccessServer
https://it-pruefungen.de/autodiscover/autodiscover.xml
–AutodiscoverServiceInternalUri
3. Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Active Directory-Domänendienste (AD DS) Domäne
mit dem Namen it-pruefungen.de. Die Domäne enthält zwei Standorte. Die Namen der
Standorte lauten München und Köln.
Das Unternehmen verwendet eine Exchange Server 2013 Organisation. An jedem der
beiden Standorte befinden sich ein Postfachserver und ein Clientzugriffsserver.
Die Benutzer am Standort Köln berichten, dass das Offlineadressbuch (OAB) nach einem
längeren Ausfall der WAN-Verbindung zwischen den Standorten nicht mehr aktualisiert
wird.
Der OAB-Generierungsserver befindet sich am Standort München.
Sie müssen sicherstellen, dass die Benutzer am Standort Köln das Offlineadressbuch
(OAB) von einem Server an ihrem eigenen Standort herunterladen können.
Welche zwei Cmdlets führen Sie aus?
(Jede korrekte Antwort stellt einen Teil der Lösung dar. Wählen Sie zwei Antworten.)
A.Set-Mailbox
B.New-OfflineAddressBook
C.New-Mailbox
D.New-OabVirtualDirectory
E.Set-OfflineAddressBook
Korrekte Antwort: A, C
Erläuterungen:
Offlineadressbücher (OABs), sind seit langem eine wichtige Komponente in der
Exchange-Infrastruktur. Ein
OAB
wird
von Microsoft
Outlook-Clients
im
Exchange-Cache-Modus für das Nachschlagen im Adressbuch verwendet, wenn die
Clients offline sind. OABs spielen auch beim Reduzieren der Arbeitsauslastung auf
Exchange-Servern eine wichtige Rolle, da Outlook-Clients im Cache-Modus immer zuerst
das lokale OAB abfragen.
In allen vorherigen Exchange-Versionen wurde die OAB-Generierung mithilfe der
Server-Eigenschaft an einen bestimmten Exchange-Server gebunden. Bei der Installation
des
ersten
Exchange-Postfachservers
wird
dieser
von
Setup
als
OAB-Generierungsserver festgelegt. Bei Bedarf können neue OABs erstellt werden. Beim
Erstellen eines neuen OAB muss der OAB-Generierungsserver angegeben werden.
Diese Vorgehensweise hatte den Nachteil, dass nur ein Server für die OAB-Generierung
konfiguriert wurde und dass dies eine einzelne Fehlerquelle darstellte. Falls dieser Server
längere Zeit nicht verfügbar war, war die OAB-Generierung davon betroffen.
In Exchange 2013 wird das OAB von jedem Exchange 2013-Postfachserver generiert, der
ein spezielles Vermittlungspostfach hostet, das so genannte Organisationspostfach. Die
OAB-Generierung ist nicht mehr an den Server-Parameter gebunden.
In Exchange 2013 sieht der Datenfluss beim OAB-Download wie folgt aus:
Outlook empfängt die OAB-URL von der AutoErmittlung und kontaktiert den
zugewiesenen Clientzugriffsserver über die OAB-URL.
Der Clientzugriffsserver führt die folgenden Aktionen aus:
Die erste Authentifizierung für das OAB wird ausgeführt.
Active Directory wird abgefragt, und das nächstgelegene Organisationspostfach für den
anfordernden Benutzer wird bestimmt.
Active Directory wird erneut abgefragt, um die Postfachdatenbank zu bestimmen, von der
das Organisationspostfach gehostet wird.
Active Manager wird abgefragt, um den Postfachserver zu bestimmen, auf dem die
Postfachdatenbank aktiv (bereitgestellt) ist.
Die Anforderung wird an den in Schritt 4 identifizierten Postfachserver weitergeleitet.
OAB-Dateien werden abgerufen und an den Client übergeben.
Durch diesen neuen Workflow werden die Nachteile des OAB-Downloadworkflows von
Vorversionen beseitigt.
Mit den Cmdlets New-Mailbox und Set-Mailbox kann ein neues Organisationspostfach für
die Bereitsstellung des OAB am Standort Köln erstellt werden.
Das Organisationspostfach
Das Organisationspostfach ist eine neuer Typ von Vermittlungspostfach, der in Exchange
2013 eingeführt wurde. Das Vermittlungspostfach mit permanenter Kapazität
OrganizationCapabilityOABGen wird als Organisationspostfach bezeichnet. Es spielt eine
zentrale Rolle bei der OAB-Generierung, Speicherung und Verteilung.
Jede Exchange Server 2013-Postfachrolle, von der ein Organisationspostfach gehostet
wird, generiert alle in der Umgebung definierten Exchange 2013-OABs. Das OAB wird
zunächst im Organisationspostfach generiert und später auf den Datenträger kopiert.
Verwenden Sie den folgenden Befehl zum Identifizieren des Organisationspostfachs:
Get-Mailbox -Arbitration | where {$_.PersistedCapabilities -like "*oab*"}
4. Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Active Directory-Gesamtstruktur mit einer einzelnen
Domäne. Die Domäne enthält zwei Standorte und drei Domänencontroller. Die
Konfiguration der Standorte und Domänencontroller wird in der Abbildung gezeigt (klicken
Sie auf die Schaltfläche Zeichnung).
Die beiden Standorte sind untereinander durch eine dedizierte WAN-Verbindung
verbunden.
Das Unternehmen verwendet eine Exchange Server 2013 Organisation, mit zwei Servern.
Beide Server befinden sich in der Hauptgeschäftsstelle.
Sie planen, der Organisation einen neuen Exchange Server 2013 Server am Standort der
Zweigstelle hinzuzufügen.
Sie müssen sicherstellen, dass bei einem Ausfall der WAN-Verbindung alle Exchange
Server-Dienste in Zweigstelle1 verfügbar sind.
Wie gehen Sie vor?
Abbildung
A.Konfigurieren Sie eine Standortverknüpfungsbrücke und legen Sie Zweigstelle1 als
Hub-Standort fest.
B.Ersetzen Sie den Domänencontroller in Zweigstelle1 durch einen schreibgeschützten
Domänencontroller (RODC) mit dem Betriebssystem Windows Server 2012.
C.Ersetzen Sie den Domänencontroller in Zweigstelle1 durch einen schreibbaren
Domänencontroller (RWDC) mit dem Betriebssystem Windows Server 2008-Server Core.
D.Erstellen Sie eine zusätzliche Standortverknüpfung und legen Sie Zweigstelle1 als
Hub-Standort fest.
Korrekte Antwort: C
Erläuterungen:
Schreibgeschützte Domänencontroller (RODCs) und schreibgeschützte globale
Katalogserver (ROGC) werden von Exchange nicht unterstützt.
Wenn sich innerhalb des lokalen Standorts kein schreibbarer Domänencontroller mit
aktiviertem globalem Katalog befindet, kann die Exchange Installation nicht erfolgreich
abgeschlossen werden.
5.Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Exchange Server 2013 Organisation. Die Exchange
Organisation ist für das Filtern von Spamnachrichten und Schadsoftware konfiguriert.
Sie müssen den Zeitplan für das Anwenden von Updates der Antispam- und
Antimalware-Definitionen ändern.
Welches Cmdlet verwenden Sie?
A.Update-MalwareFilteringServer.ps1
B.Set-MalwareFilteringServer
C.Set-SenderFilterConfig
D.Update-SafeList
Korrekte Antwort: B
Erläuterungen:
Um die Einstellungen des Schadsoftware-Agents im Transportdienst auf einem
Postfachserver zu konfigurieren, steht Ihnen das Cmdlet Set-MalwareFilteringServer zur
Verfügung.
In nachstehenden Beispiel werden die folgenden Einstellungen für die
Schadsoftware-Agents auf dem Postfachserver Ex1 festgelegt:
Das Updatefrequenzintervall wird auf 2 Stunden festgelegt.
Die Wartezeit zwischen Wiederholungsversuchen wird auf 10 Minuten festgelegt.
Set-MalwareFilteringServer Ex1 -UpdateFrequency 120 -DeferWaitTime 10
6. Sie sind als Exchange-Adminstrator für das Unternehmen it-pruefungen tätig. Ihr
Firmennetzwerk umfasst eine Exchange Server 2013 Organisation.
Ihr Unternehmen hat eine Dienstgütevereinbarung (Service Level Agreement, SLA). Die
Dienstgütevereinbarung besagt, dass es möglich sein muss, getrennte Postfächer
innerhalb eines Zeitraums von 365 Tagen wieder mit den zugehörigen Benutzerkonten zu
verbinden. Nach Ablauf der 365 Tage müssen getrennte Postfächer dauerhaft gelöscht
werden.
Sie müssen eine Lösung zur Umsetzung der Dienstgütevereinbarung empfehlen.
Was beziehen Sie in Ihre Empfehlung ein?
A.Das Erstellen einer Aufbewahrungsrichtlinie und das Anwenden der Richtlinie auf alle
Postfächer.
B.Das Konfigurieren des Grenzwerts für die Aufbewahrung gelöschter Postfächer für alle
Datenbanken.
C.Das Konfigurieren des Grenzwerts für die Aufbewahrung gelöschter Elemente für alle
Datenbanken.
D.Das Konfigurieren einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe (DAG) mit einer verzögerten
Kopie.
Korrekte Antwort: B
7. Ihr Firmennetzwerk umfasst eine Exchange Server 2013 Organisation mit dem Namen
it-pruefungen.de. Der Nachrichtentransport ist so konfiguriert, dass an alle E-Mail
Nachrichten für externe Empfänger, ein Haftungsausschluss angefügt wird.
Ihr Unternehmen arbeitet mit einem Partnerunternehmen zusammen. Das
Partnerunternehmen verwenden die SMTP-Domäne it-pruefungen.de.
Sie müssen sicherstellen, dass E-Mail Nachrichten, die an it-pruefungen.de gesendet
werden, den folgenden Compliance-Anforderungen entsprechen:
Nachrichten,
die
an
it-pruefungen.de
gesendet
werden,
dürfen
keinen
Haftungsausschluss enthalten.
Nachrichten, die eine Kreditkartennummer enthalten, dürfen nicht an it-pruefungen.de
gesendet werden.
Wenn ein Benutzer eine Nachricht an einen Empfänger mit dem Suffix it-pruefungen.de
sendet und die Mail eine Kreditkartennummer enthält, muss der Benutzer vor dem
Senden eine Benachrichtigung angezeigt bekommen.
Was konfigurieren Sie für jede Anforderung?
(Die verfügbaren Tools werden in der Abbildung dargestellt. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Zeichnung und ordnen Sie jeder Aufgabe das passende Tool zu. Jedes Tool
kann einmal, mehrmals oder auch gar nicht verwendet werden.)
Abbildung
A.Anforderung 1: Nachrichtenklassifikationen
B.Anforderung 1: Transportregelausnahmen
C.Anforderung 2: Nachrichtenklassifikationen
D.Anforderung 2: Richtlinien zur Verhinderung von Datenverlust
E.Anforderung 3: Richtlinientipps
F.Anforderung 3: E-Mail-Infos
Korrekte Antwort: B, D, E
Erläuterungen:
Die zur Auswahl stehenden Konfigurationsmöglichkeiten werden nachstehend kurz
erläutert:
Richtlinien zur Verhinderung von Datenverlust (DLP-Richtlinien) und Richtlinientipps
Die Verhinderung von Datenverlust (Data Loss Prevention, DLP) ist ein wichtiger Aspekt
in Messagingsystemen von Unternehmen, da E-Mails in sehr hohem Maß in der
geschäftskritischen Kommunikation verwendet werden, die häufig vertrauliche Daten
umfasst. DLP-Funktionen vereinfachen die Verwaltung von vertraulichen Daten erheblich
und tragen so dazu bei, die Anforderungen an die Richtlinientreue für solche Daten
einzuhalten und die Verwendung dieser Daten in E-Mails zu verwalten, ohne die
Produktivität der Benutzer einzuschränken.
DLP-Richtlinien sind einfache Pakete mit Bedingungen, die aus Transportregeln, Aktionen
und Ausnahmen zusammengestellt sind, die Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole
erstellen und dann aktivieren, damit E-Mails gefiltert werden. Sie können eine
DLP-Richtlinie erstellen, sie aber zunächst nicht aktivieren. Dadurch können Sie Ihre
Richtlinien testen, ohne die Nachrichtenübermittlung zu beeinträchtigen. DLP-Richtlinien
können die umfassenden Funktionen vorhandener Transportregeln nutzen. In Microsoft
Exchange Server 2013 und Exchange Online wurden viele neue Arten von
Transportregeln erstellt, um neue DLP-Funktionen bereitzustellen. Ein wichtiges neues
Feature bei Transportregeln ist eine neue Methode zum Klassifizieren vertraulicher
Informationen, die in die Verarbeitung des Nachrichtenflusses integriert werden kann.
Diese neue DLP-Funktion führt eine eingehende Inhaltsanalyse anhand von
Schlüsselwortübereinstimmungen,
Wörterbuchübereinstimmungen,
regulären
Ausdrücken sowie anderen Untersuchungsmethoden aus, um Inhalte zu ermitteln, die die
DLP-Richtlinien der Organisation verletzen.
Zusätzlich zu den anpassbaren DLP-Richtlinien können Sie auch E-Mail-Absender
informieren, dass sie möglicherweise eine Ihrer Richtlinien verletzen. Dies ist sogar
möglich, bevor die Absender eine Richtlinien verletzende Nachricht senden. Sie können
dies erreichen, indem Sie Richtlinientipps konfigurieren. Richtlinientipps funktionieren
ähnlich wie E-Mail-Infos und können so konfiguriert werden, dass im Microsoft Outlook
2013-Client ein Hinweis mit Informationen über eine mögliche Richtlinienverletzung
angezeigt wird, wenn ein Benutzer eine Nachricht erstellt.
E-Mail-Infos
Bei E-Mail-Infos handelt es sich um informative Meldungen, die Benutzern beim Erstellen
einer Nachricht angezeigt werden. Microsoft Exchange Server 2013 analysiert die
Nachricht, einschließlich der Liste der Empfänger, an die sie gerichtet ist. Wird ein
potenzielles Problem erkannt, wird der Benutzer vor dem Senden der Nachricht mithilfe
von E-Mail-Infos benachrichtigt. Mithilfe der durch E-Mail-Infos bereitgestellten
Informationen können Absender die verfasste Nachricht korrigieren, um unerwünschte
Situationen oder Unzustellbarkeitsberichte (Non-Delivery Reports, NDRs) zu vermeiden.
Nachrichtenklassifikationen
Nachrichtenklassifikationen sind eine Funktion von Microsoft Exchange Server 2010 und
Microsoft Office Outlook 2007, die Organisationen dabei hilft, den jeweiligen
E-Mail-Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen. Eine klassifizierte
Nachricht enthält bestimmte Metadaten, die die vorgesehene Verwendung oder
Zielgruppe der Nachricht beschreiben. Outlook 2007 oder MicrosoftOffice Outlook Web
App können diese Metadaten bearbeiten, indem sie Absendern und Empfängern einer
klassifizierten Nachricht eine benutzerfreundliche Beschreibung der Klassifikation
anzeigen. In Exchange 2010 kann der Microsoft Exchange-Transportdienst die Metadaten
verwenden, wenn eine Transportregel vorhanden ist, die bestimmten von Ihnen
konfigurierten Kriterien entspricht.
Transportregelausnahmen
Transportregeln sind mit den Posteingangsregeln vergleichbar, die in vielen
E-Mail-Clients zur Verfügung stehen. Der Hauptunterschied zwischen Transportregeln
und den Regeln, die Sie in einer Clientanwendung wie Outlook aufstellen, besteht darin,
dass mit Transportregeln Aktionen für Nachrichten ausgeführt werden, während sie noch
übertragen werden, während Posteingangsregeln nach der Zustellung der Nachricht
angewendet werden. Transportregeln enthalten darüber hinaus auch einen
reichhaltigeren Satz an Bedingungen, Ausnahmen und Aktionen, sodass Sie über die
Flexibilität verfügen, eine angepasste Regel zu erstellen.
8. Ihr Unternehmen hat Standorte in den Städten München, Stuttgart und Dresden. Für
jede Niederlassung ist ein Active Directory-Standort konfiguriert.
Das Netzwerk umfasst eine Exchange Server 2013 Organisation. Die Exchange
Organisation enthält an jedem Standort einen Server. Auf jedem Server sind die Rolle
Postfach und Clientzugriff installiert.
Alle Benutzer verbinden sich mit dem Server am Standort München, um die Hierarchie für
öffentliche Ordner abzurufen.
Sie müssen auf dem Server am Standort Stuttgart mehrere öffentliche Ordner erstellen.
Folgende Anforderungen sind zu berücksichtigen:
Die öffentlichen Ordner müssen auch bei Ausfall eines einzelnen Postfachservers
verfügbar sein.
Die Benutzer am Standort Stuttgart sollen den lokalen Server für das Abrufen der
Hierarchie für Öffentliche Ordner verwenden.
Welche Schritte führen Sie durch?
(Jede korrekte Antwort stellt einen Teil der Lösung dar. Wählen Sie alle zutreffenden
Antworten.)
A.Erstellen Sie ein neues Postfach für öffentliche Ordner.
B.Erstellen Sie eine neue Datenbank für öffentliche Ordner.
C.Führen Sie das Cmdlet Add-MailboxDatabaseCopy aus.
D.Führen Sie für jedes Postfach am Standort Stuttgart das Cmdlet Set-Mailbox in
Verbindung mit dem Parameter DefaultPublicFolderMailbox aus.
E.Führen Sie das Cmdlet Set-PublicFolderDatabase aus.
F.Führen Sie für jedes Postfach für öffentliche Ordner das Cmdlet Set-Mailbox in
Verbindung mit dem Parameter DefaultPublicFolderMailbox aus.
Korrekte Antwort: A, C, D
Erläuterungen:
Öffentliche Ordner ermöglichen den gemeinsamen Zugriff und stellen ein einfaches und
effektives Mittel zum Erfassen, Organisieren und Freigeben von Informationen für andere
Personen in der Arbeitsgruppe oder Organisation dar. Dieser Inhalt wird mithilfe
öffentlicher Ordner in einer Hierarchie angeordnet, die einfach zu durchsuchen ist.
Benutzern wird die vollständige Hierarchie in Outlook angezeigt, sodass sie sie leicht
nach den Inhalten durchsuchen können, an denen sie interessiert sind.
In Exchange 2013 wurden öffentliche Ordner unter Einbeziehung der
Postfachinfrastruktur weiterentwickelt, um in den Genuss der Hochverfügbarkeits- und
Speichertechnologien der Postfachdatenbank zu kommen. Die Architektur für öffentliche
Ordner verwendet speziell entworfene Postfächer, um sowohl die Hierarchie öffentlicher
Ordner als auch ihren Inhalt zu speichern. Dies bedeutet auch, dass keine Datenbank für
öffentliche Ordner mehr vorhanden ist. Die hohe Verfügbarkeit der Postfächer für
öffentliche Ordner wird durch eine Database Availability Group (DAG) ermöglicht.
Es gibt zwei Arten von Postfächern für öffentliche Ordner: das primäre Hierarchiepostfach
und die sekundären Hierarchiepostfächer. Beide Arten von Postfächern können Inhalte
enthalten:
Primäres Hierarchiepostfach Das primäre Hierarchiepostfach ist die einzige schreibbare
Kopie der Hierarchie öffentlicher Ordner. Die Hierarchie öffentlicher Ordner wird auch in
alle anderen Postfächer öffentlicher Ordner kopiert, ist dort jedoch schreibgeschützt.
Sekundäre Hierarchiepostfächer Sekundäre Hierarchiepostfächer enthalten ebenfalls
Inhalte öffentlicher Ordner sowie eine schreibgeschützte Kopie der Hierarchie öffentlicher
Ordner.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Postfächer öffentlicher Ordner zu verwalten:
Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Öffentliche Ordner - Postfächer
für den öffentlichen Ordner.
Verwenden Sie in der Exchange-Verwaltungsshell den Cmdlet-Satz *-Mailbox.
Die folgenden Parameter wurden dem Cmdlet New-Mailbox hinzugefügt, um Postfächer
für öffentliche Ordner zu unterstützen:
PublicFolder Dieser Parameter wird mit dem Cmdlet New-Mailbox verwendet, um ein
Postfach für öffentliche Ordner zu erstellen. Wenn Sie ein Postfach für öffentliche Ordner
erstellen, wird ein neues Postfach mit dem Postfachtyp PublicFolder erstellt.
HoldForMigration Dieser Parameter kommt nur zum Einsatz, wenn Sie öffentliche Ordner
aus einer früheren Version zu Exchange 2013 migrieren.
IsExcludedFromServingHierarchy Dieser Parameter hindert Benutzer am Zugriff auf die
Hierarchie öffentlicher Ordner für das angegebene Postfach für öffentliche Ordner.
Standardmäßig werden Benutzer zum Lastenausgleich gleichmäßig über Postfächer für
öffentliche Ordner verteilt. Ist dieser Parameter für ein Postfach für öffentliche Ordner
festgelegt, wird dieses Postfach bei diesem automatischen Lastenausgleich nicht
berücksichtigt, und Benutzer greifen zum Abrufen der Hierarchie öffentlicher Ordner nicht
darauf zu. Wenn Sie jedoch die Eigenschaft DefaultPublicFolderMailbox für ein
Benutzerpostfach auf ein bestimmtes Postfach für öffentliche Ordner festgelegt haben,
greift der Benutzer auch dann noch auf das angegebene Postfach für öffentliche Ordner
zu, wenn der Parameter IsExcludedFromServingHierarchy für das jeweilige Postfach für
öffentliche Ordner festgelegt wurde.
Der Parameter DefaultPublicFolderMailbox des Cmdlets Set-Mailbox weist dem Benutzer
ein bestimmtes Postfach für öffentliche Ordner zu. Standardmäßig wird das von einem
Benutzer verwendete Postfach für öffentliche Ordner automatisch von einem Algorithmus
ausgewählt, der für sämtliche Postfächer öffentlicher Ordner einen Lastausgleich für die
Benutzer vornimmt.

Similar documents

×

Report this document